Great Ocean Road

Mein persönlicher Urlaubsfavorit war trotz schlechtem Wetter die Tagestour entlang der Great Ocean Road bis Apollo Bay, vorbei an den Twelve Apostles. Von Bekannten und aus Reiseberichten musste ich erfahren, dass auch die Strecke von Apollo Bay bis Port Campbell einige Reize bietet. Aber das war an einem Tag wirklich nicht mehr zu schaffen.

Die Great Ocean Road ist zweifellos eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Um die Natur und deren malerischen Aussichten ausreichend wirken zu lassen sollten 2-3 Tage einplant werden. So haben wir aus Zeitmangel auf der Strecke liegende Nationalparks mit ihren Wasserfälle links liegen gelassen. Für diese Tour sollte man die Entfernungen auf keinen Fall unterschätzen, zumal je nach Verkehrsaufkommen weitere Verzögerungen eintreten können.

Der erste Tagesabschnitt führte uns, von Melbourne über Geelong, nach Torquai. Hier freute sich Julia, bei anhaltendem Regen, über die größeren Filialen von Billabong, Quicksilver, Rip Curl & Co.. Den Bells Beach haben wir somit nur kurz besucht. Weiter ging es nach Lorne. Dort angekommen hatte auch das Wetter ein Einsehen mit uns. Wir nutzten die ersten Sonnenstrahlen an diesem Tag zu einer kleinen Strandwanderung. Mit kleineren Pausen fuhren wir nun zu den Twelve Apostles. Dort angekommen, erkannten wir sofort, dass sich die lange Fahrt gelohnt hatte. Die Twelve Apostles sind von Wind und Wasser geformte Kalksteinfelsen im Meer. Allerdings konnten sich von den einst 12 Wächtern bislang nur noch 8 gegen die Naturkräfte durchsetzen. Auf jeden Fall boten diese Gebilde einen einmaligen Anblick in der späten Nachmittagssonne, die nun auch ihren Weg durch die Wolken gefunden hatte. Sehr interessant waren die Ausführungen über Geschichte und Entstehung, welche man den Schildern entlang der befestigten Wege entnehmen konnte.

Nach dem Abendessen traten wir via Princess Highway die Heimreise nach Melbourne an. Die Strecke ist zwar deutlich länger, fährt sich aber mit einem Navi auch bei Dunkelheit sehr gut. Trotzdem sollte gerade in den Abendstunden auf vierbeinige “Verkehrsteilnehmer” geachtet werden. Hilfreich war die Verkehrsbeschilderung, Geschwindigkeitshinweise ließen schon vorab die Biegung der einzelnen Kurven erahnen.



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