Tour

Nach 14 Tagen Sydney und Umgebung setzten wir uns am 1. Januar 2009 in Richtung Melbourne in Bewegung. Hier habe ich den Tourenvorschlag des Reisebüros praktisch kopiert. Als Zwischenstopps waren mit jeweils einem Tag Aufenthalt die Snowy Mountains und Lakes Entrance geplant. Die Strecke bestimmte dabei das eigens für die Reise, in Australien, gekaufte Navigationsgerät.

Die erste Tagestour führte uns mit knapp 400 km nach Jindabyne. Dabei ging es direkt an Canberra, der australischen Hauptstadt vorbei. Auf einen Abstecher haben wir jedoch zugunsten einer entspannten Autofahrt verzichtet. Der idyllisch an einem See gelegene Ort Jindabyne wirkte bei unserer Ankunft am Abend etwas verschlafen. Im Hotel versicherte man uns, dass es nicht immer so sei. Auf Bildern konnten wir dann auch das pulsierende Leben im winterlichen Jindabyne bestaunen. Im australischen Winter kann man sich dort kaum vor Menschen retten, was an der Nähe zur australischen Wintersport-Hochburg Thredbo liegt. Wir haben die Ruhe und die Natur im Sommer auf jeden Fall genossen.

Da ich aus unerfindlichen Gründen kein Hotel am nächsten Zwischenstopp Lakes Entrance finden konnte, verschlug es uns ins wenige Kilometer entfernte Bairnsdale. Die etwas größere Stadt ist abgesehen von einigen wichtigen Pferderennen für Touristen nicht erwähnenswert. Wir nutzten dann unseren "Ruhetag" zu einem lohnenden Abstecher nach Lakes Entrance. Auf dem Weg von Jindabyne nach Bairnsdale bekamen wir einen weiteren Eindruck von der Größe Australiens. Waren wir doch einige Stunden unterwegs, ohne eine Menschenseele zu sehen. Julia nutzte die Gelegenheit ihre ersten Kilometer hinterm Lenkrad zu absolvieren. Die Fahrerlaubnis bekam sie in Australien, ohne jemals Auto gefahren zu sein.

Am 5. Januar folgte die letzte Etappe nach Melbourne. Insgesamt haben wir so eine Fahrstrecke von gut 1000 Kilometern absolviert und festgestellt, dass dies aufgrund der langsameren Reisegeschwindigkeit recht anstrengend sein kann. Dennoch hat sich gerade der Umweg über die Snowys gelohnt. Haben wir doch dort Gegenden gesehen, die man in Australien nicht unbedingt erwartet, die aber zu den vielfältigen Facetten des 5. Kontinenten gehören.